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Gemeinden im Kampf gegen die Landflucht

Die Recherche-Plattform Addendum veröffentliche kürzlich umfangreiches Datenmaterial zum Thema Landflucht. Dabei wurden auch Gemeinden vorgestellt, die sich diesem Trend erfolgreich widersetzen.

Eine dieser Gemeinden ist etwa Bad Ischl. Der bekannte Kurort im Salzkammergut verzeichnete zwischen 1961 und 2001 ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum, im darauffolgenden Jahrzehnt sank die Zahl der EinwohnerInnen jedoch erstmals seit vier Jahrzehnten. Mittlerweile liegt die HeimkehrerInnen-Quote bei 32,2 Prozent, wie die Oberösterreichischen Nachrichten berichteten. Ein Maßnahmenbündel aus günstigen Baugrundstücken und verbesserten Kinderbetreuungsangeboten brachte die positive Wende.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Gemeinde Ardning im Bezirk Liezen. Zwischen 2001 und 2011 kam es zu einem Bevölkerungsrückgang, mittlerweile wächst der kleine Ort wieder. Die Kleine Zeitung befragte dazu Bürgermeister Reinhard Metschitzer, der die positive Entwicklung vor allem auf die Familienfreundlichkeit seiner Gemeinde sowie auf das intakte Dorfleben zurückführt.

Einen interessanten Weg geht auch die Pinzgauer Gemeinde Rauris. Sie dient derzeit als österreichweite Modellregion für das Projekt „Smart Region“. Interessierte werden dabei zusammengebracht und erarbeiten in Workshops Strategien gegen die Landflucht.